Trailmarathon Heidelberg

Habe mich spontan gestern entschlossen den Trailmarathon mit 1500 Höhenmetern in Heidelberg als Trainingslauf mitzulaufen. So ging es heute 11 Uhr bei herrlichen blauen Himmel an den Start von ganz hinten. Nur so konnte ich vermeiden, zumindestens für die erste Hälfte daraus ein Rennen zu machen. 😉 5 Stunden plus hatte ich mir vorgenommen. Es ging also sehr gemächlich los, viel Zeit zum Anhalten um Fotos zu machen. Die Strecke war superschön, abwechselnd zwischen Trails und gutlaufbaren Waldwegen. Nach der Hälfte packte es mich aber, das längste Stück ohne merkliche Steigungen liess mich weiterhin einen Läufer nach den anderen überholen. Ab Kilometer 30 war ich dann komplett auf Rennmodus, berghoch lief kaum noch jemand. Das gab mir nochmal richtig Motivation. Kilometer 35 dann die berüchtigte Himmelsleiter. 850 ungleiche Treppenstufen. Definitiv nicht laufbar. 😉 Und dann ging es nur noch 5 Kilometer mit einem schönen Trail Downhill nach unten. Es machte richtig Spass und ich war nicht zu bremsen, die letzten 2 Kilometer im 3:48/km Schnitt gefinished. Damit Zielzeit verfehlt und Selfie habe ich auch vergessen. 😉

Ergebnis: Gesamt 46., Zeit 04:25:59

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Tritanium Trail

In unserem 2,5 wöchigen Finnlandurlaub habe ich in Lehmo bei Joensuu(nicht mehr weit nach Russsland) einen 20km Traillauf mit mitgemacht. Leider ist gerade die Luft etwas raus, gerade beim Tempo machen läuft es nicht sonderlich gut, im Kopf und im Körper. Hatte mir bei diesem kleinen Lauf(um die 25 Teilnehmer) schon Hoffnungen auf einen 3. Gesamtplatz gemacht, die ich aber ein paar Tage schon aufgab. Ich Güttersbach als auch in meinen Trainingsläufen fehlte irgendwas.

Es waren 2 Runden mit je 350 Höhhenmetern. Und die Strecke hatte es in sich, ein echter Trail mit vielen schmalen Pfaden, engen Kurven, wechselnded Untergrund und einem ständig rauf und runter. Eine nichtlaufbare Rampe und für mich 2 zu steile Downhills. Alles in allem eine hammergeile Strecke. Ich lief also munter mit und war nach 2-3km an vierter Stelle. Leider sah ich den 3. nicht abbiegen und ich lief ersteinmal falsch geradeaus. Hinter mir noch jemand. Schnell fanden wir aber raus, irgendwas ist faul und kehrten um. Am Ende waren es ca. 600m, 3min zuviel. Nun war ich aber deutlich besser platziert(für meine Form an diesem Tage) und konnte wenigsten immer mal wieder Läufer überholen. Am Ende habe ich mich noch auf dem letzten 1,5km überholen lassen und bin gemütlich ins Ziel gelaufen. Der Saft war aus, das Renner vorbei, gut so.

Ergebnis: 7. Gesamt, Zeit: 01:46:01

Es fühlt sich nun fast an wie ein Loch, aber ich versuche nicht soviel darüber nachzudenken. Ich mach jetzt viele Wochenkilometer und schöne lange Läufe und dann hoffe ich, dass ich gut durch meinen 24 Stundenlauf in 4 Wochen komme. Zur Vorberitung laufe ich beim Gelita Trailmarathon und den Churfrankenlauf mit.

 

Kleinwalsertal

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Ende Juli war ich wieder beim Walsertrail dabei. Dieses mal nur ein Trail, keine Challenge. Wollte sehen wie schnell ich die 29km+1900HM wirklich schaffen kann, wenn es gut und ohne Krämpfe läuft. Hatte mir sogar schon einige wenige Zwischzeiten im Kopf gesetzt. Das Wetter war im Vergleich zum Vortag(Gewitter und Hagel) sehr gut, warm bis heiss aber alles trocken und sonnig. Das Rennen lief sehr gut und ich wusste was kommt. Berghoch war ich richtig eingereiht, runter zu musste ich öfters Läufer vorbeilassen. Da habe ich einfach zu wenig Erfahrung und Training, die steilen Hänge technisch runterzuballern. Krämpfe bahnten sich erst bei Kilometer 22 das erste mal an, konnte diese aber noch vermeiden. Am Ende fast 20 Minuten schneller als letztes Jahr. Ich war sehr zufrieden!

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Ergebnis: 59. Gesamt, 24. AK M30, Zeit: 04:20:11

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Danach hiess es 2 Wochen Urlaub im Kleinwalsertal, viel Wandern und Familie! Habe auch das 1. Drittel vom Walser Ultra mal gestetet. Auf dem Rückweg haben wir dann Zwischenstop in Güttersbach im Odenwald gemacht, da bin ich einen Halbmarathon mitgelaufen:

Ergebnis: 9. Gesamt, 1. in AK M35, Zeit: 01:36:52

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Sachsentrail

Der 5. Sachsentrail in Breitenbrunn im Erzgebirge fand letzten Samstag statt und ich war beim Ultra(70,3km und 1810HM) dabei. Angereist bin ich bereits am Freitag, da der Start um 7 Uhr in der früh los ging. Das Gelände auf dem Rabenberg(900m über dem Meer) ist schon lange ein Mekka für Sportler, Winter wie Sommer. Gerade für Mountainbiker gibt es unglaublich viele Trails. Das Gelände ist sehr gross mit Hotel, Campingplatz, mehren Gästehäusern, Sportplätzen, Kletterpark, Schwimmbad, usw. Ich hatte mich für Camping (im PKW) entschieden und Frühstück vom Büffet gebucht.

Freitag Abend gab es dann Pastparty und Briefing für die Ultras. Dort habe ich 2 Läufer getroffen, welche den Ultra schon 1-2mal mitgemacht haben und die ich am nächsten Tag erst als Pacemaker nutzen konnte und später einen davon als Laufkonkurrenten bzw. Verfolger bis ins Ziel hinter mir hatte. Der Veranstalter, welcher auch den Pfalztrail organisiert, bewarb den Lauf als den 3. grössten Traillauf in Deutschland. Diesesmal gab es auf 4 Distanzen + Kinderläufe über 1200 Teilnehmer. Der Ultra wurde als technisch anspruchsvoller als der Rennsteiglauf gehandelt. Das liess meine Zielzeit von 7 Stunden auf 7,5-8 Stunden wachsen.

Ich konnte bis 6 Uhr schlafen, hatte genug Zeit zum frisch machen, frühstücken und 5 Minuten vor den Start den Dropbag am Start abzugeben. Dann ging es für 160 Ultraläufer los. Es war frisch(12-14 Grad) und es sollte nicht wärmer als 20 Grad werden, also perfekte Bedingungen mit Sonnenschein. Da wir schon oben waren, ging es auf den ersten 5km nach unten in einem Mountainbike Trail. Da habe ich schon gehofft dass das nicht die ganze Strecke so weitergeht. Ich bin zwar langsam runterlaufen(und alle im Gänsemarsch hintereinander), aber ich fand es anstrengend, anspruchsvoll und kam schon ins Schwitzen. Wie schon erwähnt bin ich meinen 2 Bekannten vom Vorabend die ersten 20km gefolgt. Ich hatte ein gutes Gefühl, dass das Tempo schnell genug, aber mit Sicherheit nicht zu schnell war. Später machte ich mich dann bergauf davon, konnte einige überholen, die auch bereits gingen. Jedoch einer der beiden schloss wieder auf mich auf und wir sind nochmals 10km zusammengelaufen. Später haben wir uns nur noch bei den Verpflegungsstationen und in den Serpetinen der Mountainbike Trails gesehen. Am Ende war ich 1 Minute vor ihm im Ziel. Ich fühlte mich in den ersten 2/3 ausgezeichnet und hatte genug Kraft im letzten Drittel das Tempo zu halten und bergauf fast immer auch zu laufen. Somit konnte ich noch jede Menge Läufer überholen und am Ende die sogar QuarterTrail Läufer ins Ziel peitschen. Die Strecken war sooooo vielseitig und ich freute mich sogar über reine Asphaltabschnitte. Bei der Hälfte wusste ich schon, heute bekomme ich genug Singletrails, dass es auch mir völlig reicht. 😉 Es gab einfach alles, ausser keinem Fluss zum überqueren. Zum Beispiel einen tollen Grenzpfad, so breit wie ein Fuss und völlig zugewachsen(siehe Bild). Fast ein Drittel ging auch durch Tschechien.

Im Ziel sehr sehr zufrieden und glücklich, dass alles so gut gelaufen ist: keine Krämpfe, keine Blasen, keine Blessuren. Am Abend gab es dann noch eine AfterRun Party und wir konnten nochmal alles(sofern das einem überhaupt möglich war und ist) Revue passieren lassen.

Zeit: 07:05:06, 13. Gesamt(4 superschnelle Frauen waren vor mir, die 5. kam erst eine Stunde später), 2. in AK35 und ganz nebenbei 4 Punkte für UTMB(brauch jemand welche ;-))

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5 auf einem Streich

5 auf einem Streich hiess es zum 34. mal wieder beim Brüder Grimm Lauf, wo sich ca. 450 Läufer(+Einzel- und Staffelläufer) von Hanau nach Steinau über 5 Etappen und 82km(waren am Ende 1-2km weniger) aufmachten. Ich war sehr beeindruckt von der hervorragenden familären Stimmung(Läufer, Zuschauer und Orga) und den trotz hohem Asphaltanteil doch durchaus tollen Wald- und Landschaftsstrecken. Alle 5 Strecken bin ich ziemlich Vollgas gelaufen und es war eine lehrreiche Erfahrung immer ‚langsamer‘ zu werden, was sich am Ende in der Platzierung kaum auswirkte. Jede Steigung (meine Schätzung liegt bei ca. 900HM) konnte ich bei jedem Lauf nutzen um den einen oder anderen auf Distanz zu halten. Schon allein das hat riesig Spass gemacht. Interessant für mich auch ein ganzes Wochenende unter Läufern zu verbringen, ein Informationsaustausch ohne Ende. Und zu guter Schluss habe ich seit langem mal wieder einen richtigen Muskelkater!

bgl
Finisher Shirt

Ergebnis:  18. Gesamt, 7. in AK M35, Zeit: 5:51:07

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12. Bad Harzburger Bergmarathon

Letzten Samstag vor Pfingsten hab ich mich in der früh(02:15 Uhr)
nach Bad Harzburg(im Harz) zum 12. Bergmarathon aufgemacht. Unterwegs
konnte ich nochmal 2 Stunden schlafen und dann hiess es Punkt 10 Uhr
los auf die Strecke mit ca. 90 weiteren Marathoni’s und deutlich mehr
Halbe „Hähnchen“. Also ein kleines familäres Event mit noch weiteren
kürzeren Läufchen, auch für Kinder. Das Besondere Start und Ziel ist
auf der Bad Harzburger Pferderennbahn. Wirklich sehr idyllisch.

Einen heimischen Wasserloser hab ich kurz vor dem Start noch
getroffen, der mir auch seine Prognose für die Höhenmeter gab. 2
Runden gab es zu laufen und ich bin ursprünglich von mind. 350HM pro
Runde ausgegangen und war weiterhin gespannt, da ich auf dem ersten
Kilometern noch weitere (immer unterschiedliche) Einschätzungen
einholte. Es waren 18-20 Grad und es war bewölkt, was uns Läufern sehr
entgegenkam. Schnell ging es immer höher und nach nach zeriss das Feld
und ich fand mich nach 10km mit 2 Halbmarathoni’s zusammen, die auf
den Ebenen und Bergrunterpassagen mir das Tempo vorgaben und berghoch
ich ihnen. Beide waren beeindruckt, dass ich solange mit ihnen mitlief
und die letzten 3km Downhill wollten sie mir einreden, dass ich sie
nicht weiter begleiten bräuchte. Ich fühlte mich sehr gut und es
machte Spass mit den beiden zu laufen und wusste die 2. Runde wird
sehr einsam. So war es dann auch. Ich lief diese komplett allein,
hatte aber weiterhin viel Kraft diese noch flüssig zu laufen. 1km vor
dem Ziel erfuhr ich von den Streckenposten das ich 3. war. Ich war
sehr überrascht und erfreut zu gleich und fühlte mich so gut wie noch
nie bei Kilometer 43 eines Marathons. 😉 Ein Kilometer mehr und die
fast 1000HM waren bezwungen.

Die Strecken waren ausschliesslich gutlaufbare Waldwege mit schönen
Kurven und Aussichten und eines 2-3km Downhill Singletrailabschnitt,
den man am Ende zur Belohnung(Marathoni’s 2mal) richtig geniessen
konnte. Die Siegesprämie(Ich dachte sowas gibts nur beim CityLauf ;-))
konnte ich dann gleich beim anschliessenden Urlaub mit der ganzen
Familie verbraten.

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Ergebnis: 3. Gesamt, 1. AK M35, Zeit: 03:31:32