Maintal Ultra Trail

Diesen Lauf habe ich auch schon länger im Visier. Dieses Jahr hat es geklappt mit toller Mannschaft wieder am Start und Bayerischen Meisterschaften im Ultratrail beim MTUT.

Bericht von Jörg:

„Auf nach Veitshöchheim, …!
Ein Dreifaches…, hoppla, nicht Fasching und auch kein Dreifaches, sondern ein Vierfaches Ultralauferlebnis hatten die Ultraläufer vom LuT Aschaffenburg am 16.07.2022 in Veitshöchheim zum 7. Maintalultratrail (kurz: MTUT) auf der 64km Strecke. Mit dieser Veranstaltung wurden gleichzeitig auch die „Bayrischen- und Unterfränkischen Trail Meisterschaften 2022“ ausgetragen. Dem Ruf folgten viele Spitzenläufer (innen) aus der unterfränkischen- und bayrischen Ultralaufszene. Gut fröstelnd fiel um 07 Uhr bei sportlichen 8 Grad Außentemperatur der Startschuss für die ultraleichtbegleiteten Läufer. Der Rundkurs verlief rechtsmainisch von Veitshöchheim aus über Margetshöchheim, Erlabrunn, Thüngersheim, Retzbach, Himmelstadt, Karlstadt und nach einer Schleife auf dem Stettener Berg, wieder zurück über Lerchenberg, Neuberg, Retzstadt, Güntersleben nach Veitshöchheim. Unterwegs konnte man die Strecke hoch oben auf den Felsen, und somit den Main auf seinen charakteristischen Talmäandern, die sonnigen Kalkhänge des Fränkischen Weinlandes und unzählige Getreidefelder im Erntemodus bestaunen. Dabei durchqueren die Läufer typische Kalkbuchenwälder, Naturschutzgebiete mit mediterraner Flora und Fauna, sonnige Weinberglagen, kühle Wiesentäler und dichte Laubmischwälder. Bei hervorragendem Sonnenschein und mediterranen Temperaturen verschwanden so im Schlund der Ultras, liter- und grammweise, Energienahrung und Flüssigkeiten. Vor und nach dem „Carboloading“ gelang es einigen Läufern noch Fotos von Sonnenblumenfelder, Mainschleifen aus Vogelperspektiven, Weinbergen, Getreidefelder, Eisdielen etc. zu schießen. Der Jörg konnte von der malerischen Strecke gar nicht genug bekommen und drehte so im Wald um Retzbach unfreiwillig mit zwei weiteren Läufern eine 10 minütige Zusatzrunde, die in der Zielzeit leider unberücksichtigt blieb. Mit einer Zielzeit von 06:09:01 platzierte sich Manni auf 7. Gesamtplatz, der Danny erlief mit seinem Finish von 06:31:04 den 13. Platz, der Thomas errang mit einer Zeit von 07:01:48 Platz 19 & der Jörg verlief sich mit dem Happening mit einer Zeit von 07:29:00 und kam so auf Platz 32.“

Ergebnis: 12. Gesamt, 2. AK40, Zeit: 06:31:04

  • Bayerische Meisterschaften: 6. Gesamt, 1. AK40, 1. Mannschaft
  • Unterfränkische Meisterschaften: 4. Gesamt, 1. AK40

24h Deutsche Meisterschaften Bottrop

Mitte Mai war ich mit Manfred und Jörg in Bottrop bei den 24 Stunden Deutschen Meisterschaften. Die ersten ‚offizielen‘ Deutschen Meisterschaften für mich. Es war ein besonderes Erlebnis, aber auch hart (härter als gedacht ;-)).

Vor unserem dem riesen LuT Pavillion 😉

Hier der Bericht von Jörg:

„Bottrop hat uns verdient“

Nachdem das letzte Laufevent der LuT Ultrafangemeinde beim „UMFS“ erfolgreich gefinisht wurde, hatte man hier bereits schon den „BUF“ (Bottrop Ultra Festival) und die damit verbundene „Deutsche Meisterschaft im 24h Ultralauf 2022“ fest im Blick. Während Manny diesen Termin nur als Durchlauferhitzer für den „Spartathlon 2022“ am 30.09. mit dem Start in der Akropolis in Athen im Blick hatte, rang Danny der Veranstaltung durchaus Respekt ab und ich fand´s als Rookie einfach nur völlig wahnsinnig. Und, … so kam es wie es kommen musste, wir meldeten uns mit unserem BLV Starterpass gleich für die Teamwertung an. Nach ein paar Schadensbegrenzungsläufen ging für uns drei am Vorabend des 14.05. die Reise nach Bottrop los. Mit im Team war auch unser Teamtherapeut „Siggi“. Leider half er am Vorabend nicht beim Zeltaufbau, hing aber pünktlich zum Happening, in Blickrichtung Laufstrecke am größten und auffälligsten Zelt im „Prosper-Park“. Unter den insgesamt 165 Teilnehmern gingen hier die Eliteultraläufer aus ganz Deutschland an den Start. Bei wolkenlosem Himmel und Temperaturen tagsüber bis zu 30 Grad, fiel schließlich am Samstag um 10 Uhr der Startschuss. Die Ultraläufer mussten hier binnen 24h auf dem 1,452 km langen asphaltierten Rundkurs so viel Strecke machen, wie möglich. Unter der ständigen Präsenz der einheimischen Bevölkerung, die durch diese Veranstaltung wohl einen Eingriff in ihr Habitat sah, gingen die ersten Stunden und Kilometer einfach so vorüber. Spannend war das Event für Läufer und Einheimische gleichermaßen. Während die Dorfjungend um den Park sich an der kostenfreien Verpflegungsstation versorgte, ungefragt die Zeltaufbauten betrat, um Ultraluft zu schnuppern und zu prüfen wie „Ultras schön wohnen“, fehlten nach ihrem Besuch Teile der Wohnungseinrichtung. Diese machen sich jetzt bestimmt auch in jeder Bottroper Wohnung gut. Da am Eingang des Parkgeländes lediglich auf die „laufende“ Veranstaltung hingewiesen wurde, und der Bereich nicht exklusiv für die Teilnehmer abgesperrt war, stellten Fahrradfamilien mit Anhänger im Gegenverkehr, Slalom fahrende Inliner, angrenzende Partygäste und mäusejagende Angora Hauskatzen plötzlich fest, dass hier etwas außergewöhnliches im Gang ist. Zielstrebig kontaktscheu nahmen sie den Dialog mit den Läufern auf und hatten so bestimmt das Gefühl, sich mit der Ultra-Lauf-Veranstaltung verbunden zu fühlen. Die Laufelite der deutschen Ultraläufer quittierte diese Kontaktversuche mit Telefonaten über eigene Smartwatch, störrischer Gelassenheit und dem eigenen Ruhrpott Humor. Während all dies geschah, sammelten Manny, Danny und ich in jeder Runde km um km im Fleißheft. Unterbrochen wurde der Lauf lediglich zur Instandhaltung des Körpers und des Outfits, lernte nebenbei den zufällig einhergehenden Leidensgenossen(in), sein privates Umfeld, seine Trainingsstrategie und seine bisher erbrachte Lebensleistung und mehr, … kennen. Wo hat man das schon!? So brach der Sunset, die sternklare frische Nacht und schließlich auch wieder der nächste Morgen herein. Während ich meinen Laufbetrieb zwischen 2 und 6 Uhr nachts mal kurzfristig einstellte und kraftschöpfend innehielt, brauchten Manny und Danny diese Variante wohl nicht und liefen geräuschlos durch die Nacht. Unsanft weckte mich Manny im Vorbeilaufen gegen 6 Uhr. Diese Geste die ich als Aufforderung verstand führte zur Wiederaufnahme meines Laufbetriebs im Hamsterrad. Die letzten 4 Stunden Wohlfühlkilometer brachen an. In dieser Zeit hatte sich der Manny schon unter die 10 besten deutschen Läufer vorgeschlichen. Schließlich stoppte um 10 Uhr die Schlusssirene alle Anstrengungen der Läufer. Der Gesamtsieger vom LG Würzburg eV „Florian Reus“ legte hier im Ziel mit 253,894km vor. Manny wurde in der Gesamtplatzierung 7er und damit auch Deutscher Vizemeister in der AK M50 mit 208,441km. Danny brillierte mit einer Laufleistung von 175,412km auf Platz 26. Und kam so in der Gesamtplatzierung in der AK M40 auf Platz 5.
Ich hatte final zwar 141,5 km auf der Uhr, kam aber in der Endwertung auf meinem ersten 24h Lauf, mit 138,490km in der AK M45 auf den 6. Platz und wurde in der Gesamtplatzierung 57er. In der Mannschaftswertung erkämpfte das Trio zudem mit insgesamt 522,343 Gesamtkilometer den 7. Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2022.
Danach waren wir Drei nur noch bedingt physisch anwesend. Während die Backup Crew um die Claudia schon mal das Zelt abbaute, wohnte ich stellvertretend für unser Team unter gleisender Sonne zwischen 12 und 14 Uhr der Siegerehrung bei. Dabei kann man den Vizemeister in der M50 und seinen kleinen Verein durchaus auch mal ungewürdigt lassen. Dies klärte ich aber mit dem Veranstalter in einem konstruktiven Gespräch gerne persönlich. Und warum am Ende einer Laufveranstaltung die Finger wehtun, … das erklären wir Euch gerne ein andermal. 😉

Unser Fazit: Top Laufstrecke, viele äußere Einflüsse auf die Teilnehmer bei der Durchführung der Veranstaltung mit erheblichem Verbesserungspotenzial für den Veranstalter im Bereich des Sicherheitskonzepts.“

Ultra Trail Fränkische Schweiz (1.UTFS) – 65km, 2500HM

Bericht von Jörg:

„Glücklicherweise ergatterten Andreas, Danny, Manny, Thomas und ich einen der begehrten und limitierten 120. Starter Plätze beim UTFS. Das aus erfahrenen Ultra Läufern bestehende Veranstalter Tea hatte hier auf den rund 64km langen mit final 2.631 HM Rundkurs durch die „Fränkische Schweiz“ geladen. Während der Lauf für die Ultra Erprobten Danny & Manny nur eine Jahreszwischenstation darstellt, gaben der Andreas & der Thomas hier ihr Ultra Debüt zum Besten. Die WhatsApp Gruppe „LuT Ultra“ garantierte auch diesmal wieder, dass alle Bleistifte gut gespitzt für das Event vorbereitet waren.

Angereist wurde entspannt am Vorabend und beim obligatorischen LuT Vorabendbier wurden die letzten Laufstrategien geschmiedet und wieder verworfen. Pandemie Ade, ´ne´ne 3G und nie wieder + olé Regelungen sorgten für angenehme Rahmenbedingungen rund um den Start am Folgetag um 07 Uhr. Den Rauschmiss kurz vor dem Start garantierte ein einheimischer Minnesänger mit seiner Darbietung.

Die limitierten, aber hochkarätig besetzten Ultra´s, legten gleich nach dem Startschuss ein gieriges Tempo vor. Die Eisheiligen im Nacken, führte uns der Trail zunächst kurz durch die Stadt und weiter, auf die ersten fünf flachen km´s. Nach einem kurzen Einkehrschwung, verschluckten die Wälder der fränkischen Schweiz jeden einzelnen Ultra Läufer, mitsamt seinen Trail Schuhen, Powergels, selbstgenähten Schweißbändchen und Isodrinks!

Für außenstehende Einheimische unsichtbar, schnellten die „Bleistift-LuT-Ultras“ über erste Wurzelpfade, Blätterwege, und evolutionsbedingte Gesteinserhebungen. Wenn gewollt, hatte jeder Läufer hier das Höhenprofil auf seiner Startnummer immer gut sichtbar vor Augen.

Was aber eine Grafik in diesem Zusammenhang nicht verriet, waren die unzählig verbrannten Kalorien die bei dem ständigen „nuff & nobb“, bei jedem handbreiten überspurteten Geröllsattel, bei jedem verpassten Flatterband, Felsvorsprung, Klettersteig, unbeleuchtetem Höhlendurchgang, quer liegenden Baumstämmen auf Hirn- und Kniehöhe und plötzlich querenden/kreuzenden Outdoor Touristen, verloren gehen, … und so formte die Fränkische Schweiz auch aus dem letzten Radiergummi, einen spitzen Bleistift!

Da konnten die Trailrunner im Klettersteig schon mal von ungläubigen Umherstaunenden gefragt werden, „… was ist das…, was Ihr hier macht, …?“ Die Beantwortung der Frage sollte stets freundlich, und ohne den Weg über das Gehirn zu nehmen, beantwortet werden, … denn es bestand durchaus die Gefahr, …, dass man schlagartig zum Radiergummi degradiert und plötzlich inne hielt, sollte der Verstand und nicht der „Fun Faktor“ diese Frage beantworten!

Wer aber standhafter Bleistift blieb, konnte im Verlauf des Trails viele nette und begeisterte Leute aus drei verschieden Landkreisen, Feuerwehren, Sanitäter, Bergretter, Landwirte, Holzfäller, Kinderwagenschieber, Schnellbremser, Wertstoffhofbesucher, Minnesänger, Meerrettichhersteller, Radiomoderatoren… und Ultraläuferinnen und Läufer kennen lernen!

Und weil die LuTler auf jedem Trail zu Hause sind, konnten die Moderator des BR Bamberg und das begeisterte Publikum den ersten LuTér schon nach 07:27:55 Std. im Zielbereich bejubeln. Andreas lieferte mit diesem Zieleinlauf bei seinem ersten Ultratrailmarathon und einer Endplatzierung von Platz 22 eine unglaublich geniale Performance ab! Ab jetzt hat die Ultrafangemeinde den Andreas vom LuT bei zukünftigen Veranstaltungen auf dem Schirm! Aber auch Manny & Danny blieben auf dem anspruchsvollen Terrain deutlich unter 8 Stunden.

Final fanden sich alle LuT Bleistifte in der 1. Finisherhälfte“

Ergebnis: Zeit: 07.41:35, 27. Gesamt, 7. M40

Cross-Cup

Von einem Cross zum anderem. Endlich wieder Cross-Cup.

  • 22.01. Kahler Waldlauf: Zeit 32:09, 3. AK40, 13. Gesamt (Unterfränkische Meisterschaften: 1. AK40, 1. Mannschaft Männer, 1. Mannschaft AK 35/40/45)
  • 06.02. LuT Crosslauf: Zeit 35:23, 2. AK40, 11. Gesamt
  • 19.02. Haibacher Crosslauf: Zeit 38:58, 1. AK40, 6. Gesamt
  • 19.03. Stockstadt: Zeit 39:12, 1. AK40, (Kreismeisterschaften: 1. AK40, 1. Manschaft Männer)

Gesamtwertung: 1. AK40, 5. Gesamt

Ab April dann wieder Ultra’s. 😉

Goldbach Wintercross 21/22

Endlich dieses Jahr gibt es wieder den Wintercross in Goldbach. Wenn auch Corona limitiert, aber mit ca. 450 Teilnehmern immer noch legendär gut!

Lauf 1 07.11.2021 – Noch im Urlaub

Lauf 2 14.11.2021 – 10. Gesamt, 4. in AK40, Zeit: 41:09

Lauf 3 21.11.2021 – 11. Gesamt, 3. in AK40, Zeit: 40:35

Lauf 4 05.12.2021 – 9. Gesamt, 3. in AK40, Zeit: 40:32

Lauf 5 12.12.2021 – 8. Gesamt, 3. in AK40, Zeit: 40:26

Lauf 6 19.12.2021 – 11. Gesamt, 3. in AK40, Zeit: 40:28

Lauf 7 09.01.2022 – 15. Gesamt, 4. in AK40, Zeit: 41:34

Lauf 8 16.01.2022 – 3. Gesamt, 2. in AK40, Zeit: 40:28 (Keine Serienwertung)

Gesamtwertung:

  • 12. Gesamt, 3.AK40, Zeit: 02:42:01
  • Mixed Team: 5.
  • Team/Vereinswertung: 5.

Crossmeisterschaften

Ganz spontan sowohl bei der Ausschreibung als auch bei der Anmeldung bei den unterfränkischen Crossmeisterschaften (mit Kreismeisterschaften) in Stockstadt Ende Oktober mitgemacht.

Leider war die Beteiligung sehr mager. So hiess es endlich mal wieder schnell laufen und dabei auch noch ganz vorn dabei.

Kreismeisterschaften: 1. Ak40, 3. Gesamt, 1. Mannschaft

Unterfränkische Meisterschaften: 1. Ak40, 4. Gesamt, 1. Mannschaft

Ergebnis: 40:15

Saison Highlight

Anfang Oktober war ich wieder traditionell beim Traildorado, 24h Trailrunning. Meine 4. Teilnahme. Wollte dieses mal eine andere Taktik wählen, um vlt. noch ein bisschen weiter zu kommen:

  • Pausen optimieren
    • Weniger Pausen (Mehrere Runden am Stück durchlaufen)
    • Kürzere Pausen (Gezielt Essen, Trinken und/oder Umziehen und gleich wieder los)
  • Pussy Lane vermeiden (Immer schön die Rampe hoch und Strecke sparen)
  • Leichte Steigungen von Anfang an laufen (um die Rundenzeit zu verkürzen)

Die Veranstaltung war wieder top mit Rekordteilnahme (~200+). Es lief für mich auch in der ersten Hälfte alles nach Plan, aber dann in der Nacht( es waren 1-2 Grad nur noch) habe ich wieder 3 längere Pausen gemacht und mich aufgewärmt (auch mental). Meine Altersklasse war auch umkämpfter als sonst, aber ich hatte Glück und stand am Schluss wieder auf Nummer 1. (Das sah nach der Hälfte noch gar nicht danach aus).

Hatte dieses Jahr weniger Lange/Ultra Läufe gemacht und bin daher sehr zufrieden mit dem Ergebnis (147,96km + 4680HM) wie die letzten 2 Jahre auch schon. Das 4. mal in Folge 1. in der Altersklasse (/Deutscher Meister im 24h Trailrunning).

Nächstes Jahr ist schon gebucht. 😉

Churfranken Trail

Wie jedes Jahr hier das Trailhighlight in der Region. Hatte mich erst eine Woche vorher zum Start entschieden und als der Südthüringen Trail so gut lief hatte ich richtig Lust wieder flott durch den Spessart zu laufen.

Auch wenn nur eine Woche dazwischen war, die Beine macht sehr gut mit und habe von Anfang an Tempo gemacht. Es hat richtig Spass gemacht und viele Bekannte endlich mal wieder bei einem Event gesehen.

Am Ende kam Platz 8 und 3. in der Ak40 raus. Sehr sehr zufrieden.

Alle Ergebnisse.

Manni und Jörg war auch wieder mit dabei.

Süd-Thüringen Ultra Trail

Berich vorn Jörg:

Die drei Helden von Suhl!

Der „Südthüringentrail e.V.“ hatte auch dieses Jahr wieder zum „Heldentrail“ auf 64,9km und 2.491 HM geladen. Diesem Ruf sind Manny, Danny und Jörg gefolgt. Mangels Perspektiven ließ sich der Letztgenannte Anfang des Jahres von den Ultra Erprobten dazu hinreißen, sich dort anzumelden. Macht ruhig, heuchelte ich mir gedanklich, das Ding wird pandemiebedingt eh abgesagt. Zwischendurch wurde der Trail dann zur „Deutschen Ultratrailmeisterschaft 2021“ aufgewertet. Jetzt war tatsächlich Training angesagt. Um dem Event den nötigen Schwung zu verleihen, gründete der Danny die „LuT Ultra“ Whats-app-Gruppe. Ultraviel tausche sich hier der harte Kern aus und schaffte es in der Vorbereitungsphase tatsächlich 1x zum gemeinsamen Trainingsevent: „25-Kilometer-Lauf anlässlich der 25 Jahre Städtepartnerschaft A´burg-Miskolc.“

Trotz Pandemie, war er plötzlich da, der Tag X. Zusammen in Manny´s Gefährt, ging´s am Vortag gut gelaunt, ab auf die Piste Richtung Suhl. Nach der üblichen Pasta Party im lockeren Ambiente bezogen wir Quartier in der uns angediehenen Unterkunft. Bereits beim Einchecken machte die als „Hotel“ deklarierte Unterkunft, mit dem Charme der Vorwendezeit, ihrem Namen alle Ehre. Das gefühlt unbelegte Hotel, gierte nach Gästen. Altfordere Gäste schmücken die Wand mit ihren Bildern. Nachdem das für uns vorreservierte Zimmer auch noch von dem einzigen Hotelgast bereits belegt war, bekamen wir die exklusiven Premiumzimmer des Hauses zugewiesen, … Dusche, Toiletten etc. exterieur, …versteht sich. Standesgemäß begleitete uns die letzte gemeinsame Hopfenschale ins nächtliche Aus.

Als der Handywecker uns um 03:50 Uhr zum anstehenden Start um 05:00 Uhr antrieb, sortierten wir uns kurz und standen dann pünktlich am Start. 3,2,1, und los! Unsere windsichere Leuchte erhellte uns auf den ersten km den Weg, enge Trampelpfade hinauf, an der Autobahn entlang, … das Ganze wieder bergab. Unterstützend öffnete der Himmel auch noch seine Schleusen und hüllte die Neigungsgemeinschaft der Ultraläufer samt Umfeld in ein nebliges Nass. Dennoch sorgten angenehme Atmosphären, von um die 15 Grad, für hervorragende Laufbedingungen, nur das Tempo musste an der einen oder anderen Stelle herausgenommen werden, um Stürze zu vermeiden. Am zweiten Verpflegungspunkt bei km 16,2 trennte sich die „LuT Ultra-Gruppe“, allen voran der Manny. Jetzt rockte jeder für sich das Ding. Die folgenden km´s führten uns getrennt voneinander immer wieder über verschlungene Wandpfade, steile rutschige Skipisten im Sommerkleid, graue Schotterwege, ramponierte Waldwege die durch Holzrückarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, vorbei an historischen und neumodischen Gebäuden, Kapellen, Türme, Skihütten, Wetterstationen, Autobahnbrücken mit einer Brückenpfeilerehrenrunde, Wichteln und Wegweisern… und schließlich nach der ersten Teilrunde bei km 47,5 wieder durch den Start- und Zielbereich der ehemaligen „VEB Betriebe Simson Suhl“. Nach kurzer Stärkung ging´s auf zur finalen Runde mit ihren 17,5km. Als ob die auch einen „Holger“ als Streckenplaner gehabt hätten, ging es in alt bekannter Manier, gewohnt „de Buckel nuff und nobb!“ Hier trafen wir dann im Gegenverkehr erstmals auf die Führungsläufer des „Heldentrails“, die Teilnehmer des „Wichteltrails“ und die des „Riesentrails“. Letztere hatten offenkundig auch ihren Fun mit der Strecke. Auf diesen letzten Teilstrecken konnten wir dennoch unsre letzten Kraftreserven mobilisieren und so den einen oder anderen Teilnehmer einholen und hinter uns lassen. Die letzte Verpflegungsstelle bei 58,8km markierte für uns auf die letzten Schritte den Bergab Endspurt. Ich ließ sie unangetastet. Auch der letzte Streckenabschnitt erforderte in seiner landschaftlichen Prägung vom Läufer volle Konzentration. Die Streckenplaner aus Suhl wollten den Teilnehmern auch zum Finale, die naturbelassene Landschaft nicht vorenthalten, … bis man völlig überraschend, mit wenigen Schritten aus den Nichts, wieder an der zu querenden vierspurigen Bundesstraße und somit in der Zivilisation stand. Kurz gequert, fühlte sich der letzte Knie Hub zum Zieleinlauf an, wie aus einer seit Stunden andauernden Dauerschleife, der Szenerie völlig entrückt.

Unter dem Beifall der Zuschauer, wurde so jeder Teilnehmer ins Ziel getragen. Im Kopf noch auf Kurs, überschritt ich so die Ziellinie und wurde hier von den Helfern sogleich meines klobigen Transponders beraubt. Endlich, scheiß Ding. Weisungsgeleitet kam hier in Begleitung von Helfern, ein ca. 6 jähriges blondes Mädchen auf mich zu und fragte mich mit großen Augen zielstrebig: „… bist Du ein Held?“ Ich begriff mich in diesem Wimpernschlag nicht als solcher und war gerade dabei dies zu verneinen, … da griff die 6 Jährige an die unter meinem Laufshirt teils verdeckte Startnummer, begutachtete sie kurz mit präziser Klarheit, erkannte mich als Teilnehmer des „Heldentrails“ und sagte: „… Du bist ein Held!“ Ohne dies grade gedanklich einzuordnen, hatte ich im nächsten Augenblick auch schon meine hölzerne Finishermedalie in der Hand, und die großen blauen Kinderaugen verrieten mir, … dass ich an diesem Tag, genau der war!

Die nachgereiste LuT Fangemeinde verabschiedete sich anschließend von den ungeduschten Helden und mit dem nächsten Laufevent im Blick, ging´s auf die Heim- oder Weiterreise!

In der bundesweiten Ultra-Laufelite kamen wir so unter den 242 Finishern auf die Plätze:

39 / 5. M50 Manfred Schott 7:42:04,4h
46 / 14. M40 Danny Sternkopf 7:50:33,0h
72/ 12. M45 Jörg Fleckenstein 8:28:59,5h

Mannschaft: 6.